Freihandelsabkommen: einzig möglicher Abzweig vor dem harten Brexit

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Der Industrieverband SPECTARIS sieht den Verhandlungsfortschritt zu den zukünftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich als sehr kritisch an und erwartet von beiden Seiten zumindest in den wichtigsten Punkten den Willen zu schnellen Ergebnissen – insbesondere ist eine schnelle Einigung bei den Themen Zoll und Marktzugang nötig. Wenn schon kein umfassendes Abkommen erzielt werden kann, müssen die noch offenen Fragen schnell, tragfähig und rechtssicher für die Unternehmen geklärt werden. Dafür muss dringend auch die morgen am 18. August beginnende siebte Verhandlungsrunde zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich genutzt werden. 

Die britische Regierung hat die Frist für die Verlängerung des Übergangszeitraums verstreichen lassen und scheidet damit ab dem 1.1.2021 aus dem Binnenmarkt und der Zollunion aus. In den verbleibenden gut vier Monaten muss nun ein Freihandelsabkommen ausgehandelt werden. „Besser ein abgespecktes Freihandelsabkommen, das strittige Punkte auf separate Abkommen auslagert, als ein harter Brexit zum Jahresende. Deshalb müssen wir nun schnell vorankommen und pragmatisch sein“, betont SPECTARIS-Geschäftsführer Jörg Mayer.

Das Vereinigte Königreich rangiert unter den Top 6 der wichtigsten Exportländer für die SPECTARIS-Branchen. 2019 summierten sich die Exporte ins Vereinigte Königreich auf ungefähr vier Milliarden Euro.2019 konnten die SPECTARIS-Branchen starke Einbrüche bei den Ausfuhren ins Vereinigte Königreich abfedern. Nicht zuletzt wegen Vorzieheffekten wurde ein Plus von rund sieben Prozent erzielt. Ohne Freihandelsabkommen können Umsatzeinbrüche in einigen Branchen nicht ausgeschlossen werden. 

„Für die SPECTARIS-Mitglieder geht es ums Ganze. Unsere Mitgliedsunternehmen unterhalten langjährige Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich und arbeiten eng in gemeinsamen Projekten zusammen. Kein Abkommen nach Ende der Übergangszeit bedeutet die Einführung von Zöllen, unterschiedliche Standards und Marktzugangsbedingungen sowie ein Ende der gemeinsamen Zusammenarbeit in EU-Programmen. Ein herber Verlust für beide Seiten,“ so Mayer weiter. 

Das aktuelle SPECTARIS-Positionspapier „Künftige Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich – Anforderungen der SPECTARIS-Branchen“ wurde basierend auf den Angaben der SPECTARIS-Mitglieder erstellt und erläutert die zentralenForderungen seitens der SPECTARIS-Branchen für die laufenden Verhandlungen. Dabei stehen vor allem die Forderungen zu den Themen Zoll und Marktzugang im Mittelpunkt. 

Zum Positionspapier gelangen Sie hier: https://www.spectaris.de/verband/positionen/.

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband.

Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband. Jeder Verband ist nur so stark, wie die Mitglieder diesen fordern und fördern. Als Mittelstand ist es für uns wichtig, dass komplexe Sachverhalte zusammengefasst dargestellt werden. Die Anforderungen an die Unternehmen der Medizintechnik steigern stetig und ändern sich fortlaufend. Hier leistet SPECTARIS tolle Arbeit und gibt uns immer das Gefühl gut informiert zu sein. Das Fortbildungsangebot ist sehr umfangreich und nimmt immer die Trends in den Fokus.


Sascha Becker, Mitglied der Geschäftsführung, Vertriebs- und Marketingleiter, Alu Rehab ApS und verantwortlich für den Geschäftsbereich Deutschland


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


Geschäftsführende Gesellschafter Jüke Systemtechnik GmbH, Martin Hovestadt (links) und Heinrich Jürgens (rechts)


Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


Regina Kirchner-Gottschalk, Geschäftsführerin KaWe – KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG


Im dynamischen Umfeld bestehen

Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


Wir schätzen an SPECTARIS besonders die fachliche Expertise.

Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


Wertvoller Informationsaustausch

Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


Jörg Waldeyer, Geschäftsführer Völker GmbH


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