Die Augenoptik in Deutschland ist zwar – verglichen mit einigen anderen Branchen – noch halbwegs glimpflich durch dieses so herausfordernde Jahr gekommen. Unter den SPECTARIS-Branchen wiederum wird sie am Jahresende aber die höchsten Umsatzeinbußen zu verkraften haben. Die deutsche augenoptische Industrie erwartet aktuell ein Minus von rund 10%. Wobei finale Prognosen selten schwieriger waren. Gleichwohl waren die letzten Monate auf Handelsseite durchaus versöhnlich: Im September und Oktober sind die Ab- und Umsätze bei den im Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) assoziierten Augenoptiker-Betrieben (den „Tradis“) weiterhin einem positiven Trend gefolgt. Der Brillenoptikumsatz verzeichnete ein Plus von 10,3 % im Oktober 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat. Der kumulierte Durchschnittsumsatz für Januar-Oktober 2020 lag damit bereits bei „nur noch“ minus 4,3 % gegenüber dem Referenzzeitraum 2019. Für den Moment erfreulich. Die Brillenglas-Industrie wiederum hatte in den ersten zehn Monaten des Jahres beim Absatz 12 Prozent eingebüßt. Von großem Wert bei alledem: Gutes Sehen mit Brille und Kontaktlinse wurde richtigerweise als elementares Grundbedürfnis eingestuft, so dass Optikergeschäfte unter strenger Einhaltung der Hygienebedingungen auch im Lockdown geöffnet bleiben dürfen.
Die Augenoptik war 2020 auf Achterbahnfahrt / Sehversorgung der Bevölkerung ist unverändert gesichert
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