SPECTARIS unterstützt das Ziel, die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nachhaltig zu stabilisieren. In seiner Stellungnahme zum Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) anlässlich der Öffentlichen Anhörung am Montag, den 22.6. warnt der Industrieverband jedoch vor erheblichen negativen Auswirkungen auf die Hilfsmittelversorgung.
Besonders kritisch bewertet SPECTARIS den geplanten pauschalen Abschlag von drei Prozent auf Hilfsmittelvergütungen, die Ausweitung der Festbetragsregelungen sowie die vorgesehene Grundlohnratenbindung mit zusätzlichem Ein-Prozent-Abschlag. Die Kombination dieser Maßnahmen könne die Versorgungssicherheit, die Innovationsfähigkeit und die wirtschaftliche Stabilität mittelständischer Unternehmen gefährden.
Der Verband fordert daher, die Kürzungsregelungen zu streichen und die geplanten Änderungen bei den Festbeträgen in ein eigenständiges Hilfsmittelgesetz zu überführen. Festbeträge dürften nur dort Anwendung finden, wo tatsächlich austauschbare Produkte vorliegen und eine qualitativ hochwertige, bedarfsgerechte Versorgung weiterhin sichergestellt ist. Ziel müsse eine ausgewogene Reform sein, die die besondere Versorgungsrealität im Hilfsmittelbereich berücksichtigt und Qualität, Innovation sowie wohnortnahe Versorgung langfristig sichert.
Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS: „Wir befürworten eine Stabilisierung der GKV-Beiträge, lehnen jedoch Maßnahmen ab, die einseitig zulasten der Hilfsmittelversorgung gehen und damit die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten gefährden könnten.“
Die SPECTARIS-Stellungnahme finden Sie hier.





