Gemeinsame PM: Neue DiGA-Verordnung sorgt für mehr Bürokratie statt für bessere Versorgung

Pressemitteilung  //  Verband  //  Medizintechnik  // 
  • Neue Pflicht bringt zusätzliche Dokumentations- und Berichtslasten
  • Kein erkennbarer Gewinn für die Versorgung
  • Weiterentwicklung digitaler Medizin wird ausgebremst

Mit der novellierten DiGA-Verordnung liegt ein konkreter Rahmen für die Umsetzung einer anwendungsbegleitenden Erfolgsmessung vor. Was als bessere Evaluation gedacht war, führt in der Praxis vor allem zu mehr Dokumentations-, Auswertungs- und Berichtspflichten – ohne erkennbaren zusätzlichen Nutzen für die Versorgung.

Dabei sind Digitale Gesundheitsanwendungen bereits heute geprüft und laufend überwacht: Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Datenschutz sowie positive Versorgungseffekte werden im Zulassungsprozess bewertet. Die neue Pflicht bindet erhebliche zusätzliche Ressourcen – Ressourcen, die für die Weiterentwicklung der digitalen Medizin gebraucht werden – und schafft unnötige Bürokratie, die die
Bundesregierung ausdrücklich abbauen möchte.

Zehn Verbände der digitalen Gesundheitswirtschaft kritisieren diesen Richtungswechsel in der DiGA-Regulierung: Mehr Administration ohne Versorgungsmehrwert führt in eine Sackgasse. Der Fokus sollte
vielmehr auf flexiblen praxistauglichen Vergütungsmodellen liegen, die zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt werden.

Mitgliedschaft Spectaris
Termine, Messen, Veranstaltungen Spectaris
Neuigkeiten bei Spectaris
Spectaris RSS