Umsatzeinbußen von minus 15 Prozent durch Coronakrise nicht mehr aufzuholen

Pressemitteilung  //  Verband  //  Consumer Optics  // 

Hersteller augenoptischer Güter setzen auch auf Förderprogramme für den deutschen Handel

Die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen lassen sich zwar aus den aktuellen Auftragsbüchern und aus den Ergebnissen der aktuellen SPECTARIS-Umfrage unter den Herstellern augenoptischer Güter herauslesen. Aber noch deutlicher wird, dass die bisher erlittenen Umsatzeinbußen so immens sind, dass sie im Jahresverlauf nicht mehr aufgeholt werden können. Wie im April dieses Jahres hat der Industrieverband SPECTARIS im Juni seine Mitglieder erneut nach deren Situation in der Coronakrise und den wirtschaftlichen Erwartungen für 2020 befragt. Beides wird bestimmt durch dramatische Auftragsrückgänge in der Augenoptik, deren Handel zwar in den vergangenen Monaten geöffnet war, aber größtenteils vergeblich auf kaufwillige Kundschaft wartete. 

Die zum Teil existenzbedrohenden Umsatzzahlen der Augenoptiker schlagen sich nicht nur in der Nachfrage von augenoptischen Gütern und Handelswaren nieder, sondern machen sich auch durch die Zurückhaltung bei Investitionen in Maschinen und Messinstrumenten bemerkbar. „Die Abstands- und Hygieneregeln lassen die Kunden langsam zurück in die Augenoptikgeschäfte kommen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation vieler Augenoptiker herrscht indes eine große Unsicherheit. Vor allem Investitionen in moderne Technologie sind derzeit in Anbetracht der Umstände nur für die wenigsten zu leisten“, erklärt SPECTARIS-Vorsitzender Josef May. Die augenoptische Industrie reagiert auf die schwache Nachfrage mit besonderen Angeboten, hat dabei aber selbst noch mit den Folgen der Krise zu kämpfen. 

61 Prozent der Unternehmen erwarten für 2020 einen Umsatzverlust, mehr als jedes dritte (35 %) sogar zwischen 25 und 50 Prozent. Nur vier Prozent der Unternehmen glauben der Juni-Umfrage nach, unbeschadet und sogar mit einem leichten Umsatzplus aus der Coronakrise hervorzugehen. Bei der durchschnittlichen Umsatzerwartung für 2020 lässt sich aber deutlich erkennen, dass diese Hersteller Ausnahmen sind: 15 Prozent wird das Minus aus heutiger Sicht am Ende des Jahres betragen, im April hatten die Hersteller sogar einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 23 Prozent erwartet. In der augenoptischen Industrie haben 91 Prozent der Unternehmen Kurzarbeitergeld als staatliche Unterstützung in der Krise in Anspruch genommen. „Diese Maßnahmen der Bundesregierung haben gewirkt. Die Kurzarbeit hat Schlimmeres verhindert, wenngleich sich trotzdem bei 70 Prozent der Hersteller die Geschäftslage zum Teil erheblich verschlechtert hat“, mag May angesichts dieser Werte keine Entwarnung geben. 

Auch im Juni nutzten noch 78 Prozent der Unternehmen die Kurzarbeit, um auf die verringerte Nachfrage zu reagieren. Gut ein Drittel (35 %) der Hersteller in der Augenoptik hat bislang neben dem Kurzarbeitergeld Steuerstundungen beziehungsweise herabgesetzte Vorauszahlungen in Anspruch nehmen müssen. Zugleich werden Anpassungen in der Personalstruktur erwartet, 39 Prozent der Unternehmen stellten der abrupt gesunkenen Nachfrage einen flexiblen Personaleinsatz entgegen. Und 17 Prozent reagieren mit Änderungen der Unternehmensstruktur auf die Krise. „Das verdeutlicht, dass unsere Forderungen drei Monate nach unserer ersten Umfrage in der Coronakrise weiter akut sind. Eine stärkere wirtschaftliche Koordinierung innerhalb der Europäischen Union und zusätzliche Förderprogramme insbesondere für den deutschen Handel sind weiterhin erforderlich, um die Folgen des Lockdowns abzumildern und die Wirtschaft wieder vollends in Gang zu bringen“, erklärt May. 

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband.

Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband. Jeder Verband ist nur so stark, wie die Mitglieder diesen fordern und fördern. Als Mittelstand ist es für uns wichtig, dass komplexe Sachverhalte zusammengefasst dargestellt werden. Die Anforderungen an die Unternehmen der Medizintechnik steigern stetig und ändern sich fortlaufend. Hier leistet SPECTARIS tolle Arbeit und gibt uns immer das Gefühl gut informiert zu sein. Das Fortbildungsangebot ist sehr umfangreich und nimmt immer die Trends in den Fokus.


Sascha Becker, Mitglied der Geschäftsführung, Vertriebs- und Marketingleiter, Alu Rehab ApS und verantwortlich für den Geschäftsbereich Deutschland


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


Geschäftsführende Gesellschafter Jüke Systemtechnik GmbH, Martin Hovestadt (links) und Heinrich Jürgens (rechts)


Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


Regina Kirchner-Gottschalk, Geschäftsführerin KaWe – KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG


Im dynamischen Umfeld bestehen

Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


Wir schätzen an SPECTARIS besonders die fachliche Expertise.

Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


Wertvoller Informationsaustausch

Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


Jörg Waldeyer, Geschäftsführer Völker GmbH


Mitgliedschaft Spectaris
Termine, Messen, Veranstaltungen Fachverband Medizintechnik
Neuigkeiten im Fachverband Medizintechnik
Spectaris Newsletter