Deutsche Medizintechnikindustrie wächst auch im Pandemie-Jahr

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Umsatzentwicklung 2020 übertrifft mit Zuwachs von knapp drei Prozent die gedämpften Erwartungen / Optimistischer Branchenausblick für 2021

Trotz Corona-Pandemie erweist sich die Medizintechnikindustrie einmal mehr als krisenresistenter als viele andere Industriebranchen und bleibt auf ihrem seit Jahren anhaltenden Wachstumspfad. 2020 waren die Branchenerwartungen für die durch die Pandemiebewältigung stark geforderte Medizintechnik noch von Besorgnis um Umsatzeinbrüche geprägt. Etliche operative Eingriffe mussten verschoben werden, wichtige Absatzmärkte blieben verschlossen. „Es ist der großen wirtschatlichen Kraftanstrengung der Medizintechnikbranche zu verdanken, die am Ende wider Erwarten zu einem Umsatzplus geführt hat,“ betont Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender der Medizintechik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS.

Die Branche konnte 2020 laut Statistischem Bundesamt Umsätze in Höhe von 34,25 Milliaden Euro erwirtschaften (plus 2,9 Prozent im Vergleich zu 2019). Mit 11,72 Milliarden Euro konnte der Inlandsumsatz im Vergleich zu 2019 um 2,8 Prozent gesteigert werden. Das Auslandsgeschäft stellt sich mit 22,53 Milliarden Euro und einem Zuwachs von 2,9 Prozent ebenfalls positiv dar. Die Exportquote lag damit unverändert bei 66 Prozent. Erfreulicherweise stieg auch die Beschäftigtenzahl der 1.450 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten um 1,5 Prozent auf mehr als 152.000 Mitarbeiter.

„Die deutsche Medizintechnik hat sich in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie als verlässlicher Partner bewiesen. Das insgesamt positive Umsatzergebnis resultiert nicht zuletzt aus einem sehr starken Wachstum einiger besonders Corona-relevanter Produktgruppen wie Beatmungsgeräte, Herz-Lungen-Maschinen (ECMO), Masken, Spritzen und andere Verbrauchsgüter. Es darf aber gleichzeitig nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele gerade kleinere Hersteller von der Krise hart getroffen wurden und der Umsatzzuwachs zudem zahlreiche vorgezogene Investitionen beinhaltet“, mahnt Leonhard.

Dabei stehen große wie kleine Unternehmen gleichermaßen vor enormen Herausforderungen. Der stetig zunehmende Zulassungs- und Bürokratieaufwand bringt viele Hersteller an ihre Belastungsgrenze und schadet der Innovationskraft der Branche. „Wir brauchen jetzt den Mut der Politik zur Bürokratiebremse: Regulierung ist im Gesundheitswesen grundsätzlich erforderlich, um Patientensicherheit überall auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Doch neue Regulierungen, die nicht hinreichend zu mehr Patienten- und Anwendersicherheit beitragen, müssen kritisch hinterfragt werden. Sie könnten den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland schwächen und die Existenz vieler innovativer Unternehmen in Frage stellen“, so Leonhard. Angesichts der Exportquote von 66 Prozent müsse zudem Tendenzen nationaler Abschottung von Seiten der deutschen und europäischen Politik entschieden begegnet werden, damit der für die Branche so wichtige Exportmotor wieder an Fahrt gewinnt.

Den zahlreichen Herausforderungen zum Trotz, stehen die Zeichen für die Branchenentwicklung 2021 auf Wachstum. Der aktuelle Geschäftsklimaindex des ifo Instituts weist für die deutsche Medizintechnik ein mehrheitlich positives Bild aus. Dieser Optimismus spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer internationalen Umfrage der Unternehmensberatung Emergo wider, denen zufolge 90 Prozent der Hersteller für das laufende Jahr mit Umsatzzuwächsen rechnen.

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


Geschäftsführende Gesellschafter Jüke Systemtechnik GmbH, Martin Hovestadt (links) und Heinrich Jürgens (rechts)


Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


Regina Kirchner-Gottschalk, Geschäftsführerin KaWe – KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG


Im dynamischen Umfeld bestehen

Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


Wir schätzen an SPECTARIS besonders die fachliche Expertise.

Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


Wertvoller Informationsaustausch

Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


Jörg Waldeyer, Geschäftsführer Völker GmbH


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