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Dear Sir or Madam, der Austausch zwischen Politik und Industrie zur Zukunft der europäischen Regulierung gewinnt weiter an Bedeutung. Im Rahmen des Medtech-Dialogs unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzleramts wurden zuletzt zentrale Weichenstellungen zur Weiterentwicklung der MDR/IVDR sowie zur geplanten PFAS-Regulierung diskutiert. Die Gespräche zeigen: Der Reformbedarf wird erkannt, entscheidend ist nun eine praxisnahe und verhältnismäßige Ausgestaltung, um Innovationsfähigkeit und Versorgungssicherheit langfristig zu sichern. Mehr dazu lesen Sie in unserem Brennpunkt. Darüber hinaus greifen wir in dieser Ausgabe das laufende PFAS-Verfahren auf, indem wir die End-of-Life-Phase von Fluorpolymeren wissenschaftlich untersuchen. Zudem beleuchten wir die aktuellen US-Zolldrohungen im geopolitischen Kontext und zeigen auf, warum Resilienz und verlässliche Partnerschaften für die Industrie immer wichtiger werden. Schließlich werfen wir einen Blick auf das EU-Mercosur- sowie das neue EU-Indien-Abkommen, welche neue Chancen für deutsche Hightech-Exporte eröffnen. Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre. Jörg Mayer, Managing Director of SPECTARIS |
SpotlightMedtech Dialogue Addresses MDR/IVDR Reform and PFAS Regulation As part of the Pharmaceutical and Medical Technology Dialogue under the auspices of the Federal Chancellery, the second meeting of Working Group 6, “Medical Technology, Medical Devices,” was recently held. The agenda included the drafts presented by the European Commission on the further development of the European Medical Devices Regulation (MDR) and the In Vitro Diagnostic Medical Devices Regulation (IVDR), as well as the proposal to restrict PFAS. SPECTARIS once again actively participated in the discussion. Member companies were also able to present their perspectives. Conclusion: On key points, there is substantial alignment between industry and the relevant government departments, particularly the Federal Ministry of Health—both with regard to the MDR/IVDR and the planned PFAS regulation. The proposal to rapidly adapt EU medical device legislation is generally welcomed, as it addresses significant weaknesses and can strengthen supply security, innovation capacity, and competitiveness. At the same time, the specific details are crucial: Additional regulatory burdens must be avoided, and risk-based and flexible requirements remain essential from the industry’s perspective. However, the technical assessment of the Commission’s drafts is still in its early stages; more detailed feedback will follow. Regarding the proposed restrictions on PFAS, attention was once again drawn to the indispensability of certain substances in medical devices. Regulations are needed that take into account material properties, supply chains, and security of supply. Where alternatives are lacking, exemptions and appropriate transition periods are necessary. This assessment is largely shared by the relevant ministries. The dialogue will continue in expert working groups. The findings of all six working groups will be incorporated into an interagency strategy paper, which is to be submitted to the Federal Cabinet later this year. |
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PFAS Regulation: SPECTARIS Calls for Adjustments to the EU ProcessSPECTARIS hat sich mit einem Schreiben an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) gewandt und erhebliche fachliche Bedenken am laufenden PFAS-Beschränkungsverfahren geäußert. Aus Sicht des Verbands weist das aktuelle Vorgehen methodische Schwächen auf, ist nur begrenzt transparent und überfordert die bestehenden wissenschaftlichen Bewertungsstrukturen. Kritisch sieht SPECTARIS insbesondere den pauschalen Ansatz, mit dem mehr als 10.000 Substanzen und sehr unterschiedliche Anwendungen zugleich reguliert werden sollen. Dieser wird der technischen Komplexität der PFAS-Stoffgruppe nicht gerecht und steht im Spannungsfeld zu den risikobasierten Grundprinzipien der REACH-Verordnung. Für zahlreiche industrielle Anwendungen, etwa in der Medizintechnik, Photonik oder Analysen- und Labortechnik, fehlen zudem belastbare Alternativen. Auch das zugrunde liegende Hintergrunddokument weist aus Sicht des Verbands weiterhin erhebliche Defizite auf. Unzureichende Datengrundlagen, pauschale Annahmen und fehlende Differenzierungen führen zu wachsender Rechts- und Planungsunsicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. SPECTARIS hat daher auch ein neues Positionspapier veröffentlicht und fordert entweder eine Rückkehr zu einer risikobasierten Regulierung oder wirksame Korrekturmechanismen im bestehenden Verfahren. Ziel ist eine sachgerechte, wissenschaftlich fundierte Regulierung, die Umwelt- und Gesundheitsschutz mit industrieller Realität in Einklang bringt. Weitere Informationen, das Schreiben an die ECHA sowie das neue Positionspapier finden Sie hier. |
U.S. Tariff Threats: Strengthening Resilience and Reliable Trade PartnershipsDie jüngsten Ankündigungen des US-Präsidenten zu möglichen zusätzlichen Zöllen auf europäische Waren sorgen auch in der deutschen Industrie für wachsende Unsicherheit. Auslöser sind politische Spannungen rund um Grönland – auch wenn bislang keine formelle Umsetzung erfolgt ist, zeigen die Entwicklungen, wie schnell geopolitische Konflikte handelspolitische Auswirkungen haben können. SPECTARIS sieht darin ein deutliches Signal, die Resilienz der europäischen Wirtschaft weiter zu stärken. Politisch motivierte Zölle belasten Investitionsentscheidungen, gefährden Lieferketten und erhöhen die Planungsunsicherheit für Unternehmen. Gleichzeitig unterstreichen sie die Bedeutung einer breit aufgestellten Handelspolitik und verlässlicher internationaler Partnerschaften. „Gerade in geopolitisch angespannten Zeiten ist es entscheidend, Handelsbeziehungen zu diversifizieren und Abhängigkeiten zu reduzieren“, betont SPECTARIS-Geschäftsführer Jörg Mayer. Zugleich bleibe der transatlantische Handel von zentraler Bedeutung. Mögliche Gegenmaßnahmen müssten daher eng mit der Wirtschaft abgestimmt werden, um unbeabsichtigte Folgewirkungen zu vermeiden. Weitere Informationen zur Position von SPECTARIS finden Sie hier. |
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The optical industry surpasses the 5-billion-euro markIn 2025, the German optical industry generated revenue of more than 5 billion euros for the first time. Despite subdued domestic demand, the industry remains stable overall. The main driver of growth continues to be international business, which has grown at a significantly faster pace than the domestic market. “This moderate growth is a solid result in what remains a challenging economic environment,” explains Mirjam Rösch, Chair of Consumer Optics at SPECTARIS. The export share remains at around 50 percent, underscoring the industry’s international focus. Für 2026 rechnen viele Unternehmen mit einer ähnlichen Umsatzentwicklung. Gleichzeitig prägen strukturelle Anpassungen und Konsolidierungstendenzen den Markt. Impulse kommen vor allem von neuen Produkttrends – von innovativen Fassungsdesigns über funktionale Materialien bis hin zu digitalen Anwendungen rund um die Augengesundheit. Weitere Informationen zur aktuellen Marktentwicklung finden Sie hier. |
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German Photonics Makes a Strong Impression at SPIE Photonics WestSPECTARIS hat für die Messe SPIE Photonics West erneut erfolgreich den German Pavilion beantragt und die Aussteller vor Ort unterstützt. Auf dem größten Länderpavillon der Messe präsentierten sich vom 20. bis 22. Januar in San Francisco 62 deutsche Start-ups und KMU. SPECTARIS war durch den Leiter des Fachverbands Photonik, Dr. Wenko Süptitz, persönlich vertreten. Die Messeteilnehmer zeigten sich überwiegend optimistisch hinsichtlich der weiteren globalen Marktaussichten der Photonikindustrie. Besondere Aufmerksamkeit erhielt in diesem Jahr der Ausstellungsbereich „Augmented Reality”, in dem neue, zunehmend erschwingliche Datenbrillen von Meta und anderen Herstellern präsentiert wurden. Deutsche Unternehmen wie SCHOTT und ZEISS liefern die qualitätsbestimmenden optischen Komponenten dafür. Die Handouts des während der Messe stattgefundenen Global Photonics Business Forums mit aktuellen Marktberichten zur Branche stehen SPECTARIS-Mitgliedern im Mitgliederbereich mySPECTARIS zur Verfügung. |
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LADS OPC UA Workshop & Hackathon at SartoriusAt the LADS OPC UA Workshop & Hackathon, the community of developers, engineers, and innovators impressively demonstrated just how much energy is being poured into the collaborative digitization of laboratories. Through inspiring presentations, discussions, and focused hackathon sessions, LADS was brought to life on a wide variety of systems, and new technical milestones were achieved right on site. The focus was on LADS (Laboratory & Analytical Device Standard), based on OPC UA, as a common language for laboratory devices that reduces complexity, breaks down silos, lowers integration costs, and enables scalability. At the same time, it became clear that LADS is more than just a communication standard—it is a powerful driver of the digitalization strategy. The enthusiasm was palpable, and anticipation for upcoming LADS hackathons is now greater than ever. |
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New Opportunities for German High-Tech Exports: EU Agreements with Mercosur and IndiaDie europäische Handelspolitik setzt wichtige Impulse für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hightech-Industrie. Sowohl das EU-Mercosur-Abkommen als auch das kürzlich abgeschlossene Freihandelsabkommen mit Indien eröffnen neue Perspektiven für exportorientierte Branchen wie Photonik, Medizintechnik, Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie die Augenoptik. Das EU-Mercosur-Abkommen, das derzeit noch vom Europäischen Gerichtshof geprüft wird, gilt als wichtiger Türöffner für den lateinamerikanischen Markt. Für zahlreiche Produkte – darunter Lasersysteme, optische Komponenten sowie medizinische und diagnostische Geräte – sollen künftig Einfuhrzölle von bislang teils 14 bis 18 Prozent entfallen. Zudem sieht das Abkommen erstmals einen geregelten Zugang europäischer Unternehmen zu öffentlichen Ausschreibungen vor, etwa im Gesundheitswesen. Transparente Zollverfahren und klarere Regeln stärken insbesondere mittelständische Unternehmen und verbessern die Planbarkeit von Exporten. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Auch mit Blick auf Indien gibt es positive Entwicklungen: Das EU-Indien-Freihandelsabkommen ist abgeschlossen und schafft neue Rahmenbedingungen für einen der dynamischsten Wachstumsmärkte weltweit. Der geplante Zollabbau auf Industriegüter stärkt die Wettbewerbsposition europäischer Anbieter deutlich. Gleichzeitig treffen steigende Investitionen in Gesundheit, Forschung und industrielle Infrastruktur in Indien auf eine wachsende Nachfrage nach hochwertigen Technologien aus Europa. SPECTARIS begrüßt beide Abkommen ausdrücklich, weist jedoch zugleich darauf hin, dass die praktische Umsetzung entscheidend sein wird. Insbesondere der Zugang zu öffentlichen Beschaffungsmärkten bleibt ein zentraler Faktor, um die Potenziale vollständig zu erschließen. Gelingt dies, leisten beide Abkommen einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung von Absatzmärkten, zur Stärkung internationaler Wertschöpfungsketten und zu mehr Resilienz in geopolitisch herausfordernden Zeiten. Weitere Informationen zum EU-Indien-Abkommen finden Sie hier. |
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Was mich an meiner Arbeit begeistert Und sonst so? |
F.O.M. is off to a good start in the new year, 2026Im Januar wurden drei der vier Ende des vergangenen Jahres von der F.O.M. eingereichten Projekte von den IGF-Gutachtern mit einer für einen Start ausreichenden Punktzahl bewertet. Die IGF-Forschungsvorhaben "PlasmaGraph" (Plasmafunktionalisierte Graphen-Feldeffekttransistoren als miniaturisierte Matrixsensoren zur Echtzeitdetektion von PFAS in Flüssigkeiten), "SimBond" (Simulationsgestütztes Präzisionsbonding von optischen Komponenten) und "Sapphire4Future" (Schlüsseltechnologien für die Fertigung komplexer Bauteile aus Saphir – Von Optik bis Quantentechnologie) erhielten jeweils hervorragende 36 von maximal 40 Punkten. Mit 36 Punkten ist der Projektstart dieser drei Projekte quasi sicher, auch wenn nicht "sofort". Die F.O.M. prognostiziert einen Beginn der Forschungsarbeiten innerhalb der nächsten zwei bis maximal sechs Monaten. Das Projekt "HoliAM" (Holistische Optimierung der Oberflächengüte in der additiven Fertigung von metallischen Gläsern mittels Laser Powder Bed Fusion), das im September ebenfalls 36 Punkte erhielt, wird voraussichtlich ebenfalls zeitnah in diesem Jahr starten können. Mit dem Start dieser Projekte unterstützt die F.O.M. den Technologie-Schwerpunkt "Optische Messtechnik und Sensorik" und "Hochtechnologie Materialien". Zu diesem Technologiefeld gehören auch die Projekte "OptiCer" (Optimierte Herstellungsverfahren von hochtransparenten und mechanisch höchst beanspruchbaren Keramiken) und "SelektLas" (Selektiver und schädigungsarmer Laserabtrag von Schichtsystemen auf optischen Bauelementen), die bereits im Dezember 2025 starten konnten. Diese Forschungsprojekte werden jeweils von zwei bis drei Forschungseinrichtungen durchgeführt. Die F.O.M. ist im Rahmen des vom BMWE geförderten IGF-Programms Projektbetreiber und leitet an jede Forschungseinrichtung circa 250.000,00 € pro Projekt weiter. Die geplante Projektlaufzeit beträgt zwei bis zweieinhalb Jahre. |
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Our SPECTARIS network continues to grow!Bereits zum Jahresbeginn freuen wir uns sehr, Ihnen unsere fünf neuen Mitglieder vorstellen zu dürfen: Gore Medical GmbH und CEGLA verstärken unseren Bereich Medizintechnik und auch in der Analysen-, Bio- und Labortechnik dürfen wir gleich zwei neue Mitglieder begrüßen: Laboperator GmbH und behr Labor-Technik GmbH. In der Photonik heißen wir UltraFast Innovations herzlich willkommen. Mit ihrem Beitritt bereichern diese Unternehmen unser Netzwerk! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, die Expertise und Impulse unserer neuen Mitglieder aktiv in die Verbandsarbeit einzubringen. Herzlich willkommen bei SPECTARIS! |
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