Krankenhaus-Zukunftsgesetz (KHZG): SPECTARIS begrüßt Investitionsoffensive, fordert aber stärkeren Fokus auf fortschrittliche Medizintechnik

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Neben der Digitalisierung muss stärker in die apparative Ausstattung der Krankenhäuser investiert werden / Appell an die Investitionsverantwortung der Länder

Die Medizintechnik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS begrüßt die Ausweitung des Engagements des Bundes bei der Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser und insoweit den aktuellen Entwurf des Krankenhaus-Zukunftsgesetzes (KHZG). Der Verband fordert Länder und Krankenhäuser jedoch auf, bei aller Fokussierung auf Investitionen in die Digitalisierung der Krankenhäuser auch Investitionen in die Modernisierung der generellen apparativen Ausstattung zu beachten. Zu diesem zentralen Element der Patientenversorgung äußert sich das KHZG mit keinem Wort, was faktisch zu einer Sperre für die Finanzierung von moderner Medizintechnik aus dem neu geschaffenen Haushaltstitel führen würde.

„Neben der zwingend erforderlichen Digitalisierung in den Krankenhäusern und Investitionen in die digitale Krankenhausinfrastruktur, müssen diese auch verstärkt in moderne Medizintechnik investieren. Die Patienten müssen in allen Bereichen die fortschrittlichste und schonendste Medizintechnik, Ärzte die am besten handhabbaren Geräte erhalten. Hierzu zählen nicht nur Medizinprodukte mit oder ohne digitalen Funktionen, sondern auch andere innovative Medizintechnik, wie moderne, den Patienten schonende Betten, multiflexible Operationstische, die dem Chirurg das Operieren erleichtern, besser ausleuchtende OP-Leuchten, exaktere Bildgebungssysteme und weitere Investitionsgüter“, erklärt Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender Medizintechnik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS, auch mit Blick auf den heutigen (17.9.) Tag der Patientensicherheit.

Vorgesehen sind im Zuge des „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ Fördermittel aus dem Bundeshaushalt in Höhe von drei Milliarden Euro für eine moderne und bessere investive Ausstattung der Krankenhäuser. Die Länder sollen weitere Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro aufbringen. Eine dabei ebenso vorgesehene Verlängerung des Krankenhausstrukturfonds über drei Milliarden Euro von 2022 auf Ende 2024 wird begrüßt, greift nach Ansicht von SPECTARIS aber zu kurz. „Die Finanzierungslücke der Krankenhäuser kann somit nicht dauerhaft geschlossen, der auf über 30 Milliarden Euro angewachsene Investitionsstau nicht abgebaut werden. Vielmehr fordern wir eine dauerhafte Investitionsförderung mit einem Volumen von jährlich rund sieben Milliarden Euro,“ betont Leonhard.

Zu beachten ist, dass Krankenhäuser die Bundesmittel aus dem Fonds nur abrufen können, wenn sich die Länder und/oder die Krankenhausträger gleichzeitig 30 Prozent der Investitionsmittel übernehmen und sich damit entsprechend beteiligen. „Diese vorgesehene Ko-Finanzierung durch die Länder darf kein Hemmschuh sein. Wir appellieren dringend an die Länder, ihrer Investitionsverantwortung nachzukommen. Ansonsten verfehlt das Gesetz eines seiner wesentlichen Ziele, flächendeckende Vernetzung zu ermöglichen.“

Leonhard ergänzt: „Wenn sich Krankenhäuser als Teil der Daseinsvorsorge auch für Epidemien und Pandemien zukunftssicher aufstellen sollen, müssen die Länder ihrer Investitionsverpflichtung umfassend nachkommen. Deshalb braucht es eine umfassende und nachhaltige Investitionsfinanzierung über den Strukturfonds hinaus.“

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband.

Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband. Jeder Verband ist nur so stark, wie die Mitglieder diesen fordern und fördern. Als Mittelstand ist es für uns wichtig, dass komplexe Sachverhalte zusammengefasst dargestellt werden. Die Anforderungen an die Unternehmen der Medizintechnik steigern stetig und ändern sich fortlaufend. Hier leistet SPECTARIS tolle Arbeit und gibt uns immer das Gefühl gut informiert zu sein. Das Fortbildungsangebot ist sehr umfangreich und nimmt immer die Trends in den Fokus.


Sascha Becker, Mitglied der Geschäftsführung, Vertriebs- und Marketingleiter, Alu Rehab ApS und verantwortlich für den Geschäftsbereich Deutschland


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


Geschäftsführende Gesellschafter Jüke Systemtechnik GmbH, Martin Hovestadt (links) und Heinrich Jürgens (rechts)


Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


Regina Kirchner-Gottschalk, Geschäftsführerin KaWe – KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG


Im dynamischen Umfeld bestehen

Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


Wir schätzen an SPECTARIS besonders die fachliche Expertise.

Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


Wertvoller Informationsaustausch

Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


Jörg Waldeyer, Geschäftsführer Völker GmbH


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