Ein konjunktureller „Wumms“ mit Verbesserungspotential für deutsche Schlüsselindustrien

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SPECTARIS sieht beim geplanten Konjunkturpaket der Bundesregierung viele gute Ansätze, fordert allerdings Verbesserung bei der Forschungsförderung sowie eine umfassende Außenwirtschaftsstrategie

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung stößt beim Deutschen Industrieverband SPECTARIS auf viel Lob. Dennoch gibt es Punkte, bei denen der Verband auf konkrete Nachbesserungen hofft. „Wir begrüßen vor allem die geplanten guten Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Probleme des Mittelstandes weiterhin zu überbrücken“, betont SPECTARIS-Geschäftsführer Jörg Mayer. Dazu zählen laut Mayer die Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Firmen sowie steuerliche Erleichterungen. „Es ist gerade jetzt wichtig, den Wirtschaftsstandort Deutschland mit geeigneten Maßnahmen aus der Krise herauszuführen. Damit es aber nicht bei einer Nothilfe Zwei-Punkt-Null bleibt, muss auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Hightech-Mittelstands gestärkt werden. Einige Maßnahmen zahlen schon darauf ein.“

SPECTARIS begrüßt die Ausweitung der steuerlichen Forschungszulage um eine Milliarde Euro. Eine Verdopplung der Bemessungsgrundlage auf vier Millionen Euro hilft vor allem größeren Firmen, weil damit höhere Forschungsausgaben angerechnet werden können. Da kleine Firmen jedoch oftmals nur über geringe Forschungsbudgets verfügen, wäre eine zusätzliche Erhöhung der 25%igen Forschungszulage auf beispielsweise 40% deutlich mittelstandsfreundlicher. Die seit Jahrzehnten erfolgreichen Programme der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) sollten darüber hinaus auf 360 Millionen Euro und für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) auf 800 Millionen Euro aufgestockt werden, damit die hohe Zahl innovativer und schnell marktfähiger Forschungsansätze umfassender sowie zügiger an den Markt gebracht wird. Dass die Mitfinanzierungspflichten für Unternehmen in anwendungsorientierten Forschungsprojekten reduziert werden sollen, begrüßt der Verband ebenfalls ausdrücklich. Die in Aussicht gestellte Ersatzfinanzierung für Forschungsprojekte außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ist ein weiterer guter Schritt.

Auch die hervorgehobene Förderung der Quantentechnologie als Teilbereich der Photonik wird begrüßt, greift alleine aber zu kurz, da diese nur eines von mehreren Anwendungsbeispielen der Schlüsseltechnologie ist. Die Auswahl besonders förderungswürdiger Technologien sollte sich auch an ihren potenziellen Markvolumina und an den vorhandenen Stärken der deutschen Industrie orientieren.

Die Medizintechnikhersteller halten insbesondere das „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ für geeignet, um dem seit Jahrzehnten bestehenden Investitionsstau im Gesundheitswesen entgegenzutreten und Deutschland wieder als Leitmarkt für Medizintechnik zu etablieren. Auch das Programm zur Förderung einer flexiblen und im Falle einer Pandemie skalierbaren inländischen Produktion wichtiger Arznei- und Medizinprodukte wird für gut befunden. Das Programm sollte dabei nicht nur persönliche Schutzausrüstung, sondern auch andere relevante Medizinprodukte umfassen.Da ein Großteil der deutschen Industrieumsätze im Ausland erzielt wird, in der Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik sind es rund 65 Prozent, sollte das Maßnahmenpaket noch stärker den internationalen Handel berücksichtigen.

„Wir wünschen uns eine schlagkräftige, umfassende und zukunftsorientierte Außenwirtschaftsstrategie, die vor allem auf qualitativen Instrumenten fußt und Aspekte wie Freihandel sowie eine Stärkung und Verzahnung der Exportförderinstrumente berücksichtigt“, erklärt Mayer, der damit auf den aktuellen SPECTARIS-Vorschlagskatalog "Schlüsselindustrien nach Corona stärken"verweist. Wesentliche Eckpunkte des Verbandspapiers sind die Stärkung des Freihandels, eine stärkere wirtschaftspolitische Koordinierung innerhalb der EU sowie eine intensivierte Förderung von Innovation und Gründung.

Hinweis an die Redaktionen: Das Papier „Schlüsselindustrien nach Corona stärken“ finden Sie hier.

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Patrick Nicola
Junior-Referent

Felix Dotzauer
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Benedikt Wolbeck
Leiter Verbandskommunikation

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband.

Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband. Jeder Verband ist nur so stark, wie die Mitglieder diesen fordern und fördern. Als Mittelstand ist es für uns wichtig, dass komplexe Sachverhalte zusammengefasst dargestellt werden. Die Anforderungen an die Unternehmen der Medizintechnik steigern stetig und ändern sich fortlaufend. Hier leistet SPECTARIS tolle Arbeit und gibt uns immer das Gefühl gut informiert zu sein. Das Fortbildungsangebot ist sehr umfangreich und nimmt immer die Trends in den Fokus.


Sascha Becker, Mitglied der Geschäftsführung, Vertriebs- und Marketingleiter, Alu Rehab ApS und verantwortlich für den Geschäftsbereich Deutschland


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


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Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


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Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


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Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


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Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


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