Ein Jahr GroKo: SPECTARIS zieht Bilanz und erneuert Forderung nach innovationsfördernder Mittelstandspolitik

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Steuerliche Forschungsförderung mittelstandsfreundlich ausgestalten / Spitzenposition deutscher Photonik-Unternehmen darf nicht mutwillig gefährdet werden / Freihandel mit Nachdruck stärken

Am 12. März 2018 hat die Bundesregierung aus Union und SPD ihren Koalitionsvertrag unterzeichnet. Zeit für den Industrieverband SPECTARIS, das Regierungsprogramm einer kritischen Bilanz zu unterziehen. „Unser 15-Punkte Papier mit den zentralen SPECTARIS-Forderungen zeigt: Ob faire Wettbewerbsbedingungen im Internet oder steuerliche Forschungsförderung, es ist einiges in Bewegung gekommen, doch sind die konkreten Rahmenbedingungen entscheidend“, betont SPECTARIS-Geschäftsführer Jörg Mayer.

Der Koalitionsvertrag sieht die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung vor, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zu mehr Innovationskraft zu verhelfen. „Es ist ein sinnvoller Schritt, die deutsche Förderlandschaft um eine steuerliche Forschungsförderung zu ergänzen. In 27 von 35 OECD-Staaten ist dieses Instrument bereits etabliert“, sagt Mayer. Nach jahrelangem Stillstand ist nun eine Einigung in Sicht: Das federführende Bundesfinanzministerium hat Ende Februar einen Entwurf vorgelegt, der eine steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe vorsieht. Mayer: „Im weiteren Prozess muss der Gesetzgeber darauf achten, die Förderung für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv zu gestalten und mit einem spürbaren Mehrwert zu versehen. Der innovative Mittelstand darf keinesfalls zu kurz kommen."

Ohne optische Technologien wie hochauflösende Displays und Lasertechnik sind Digitalisierung und künstliche Intelligenz nicht denkbar – im Koalitionsvertrag ist die Photonik allerdings nicht zu finden. Dabei sind deutschen Photonik-Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von knapp 35 Milliarden Euro und über 130.000 Beschäftigten europaweit führend. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Nach aktuellen Prognosen steigert Südkorea die staatliche Förderung der Photonik bis zum Jahr 2020 auf 2,9 Mrd. Euro pro Jahr, auch China investiert massiv in die Schlüsseltechnologie. „Mit Blick auf das Wettbewerbsumfeld ist es völlig unverständlich, warum Deutschland seine Spitzenposition im Bereich der Photonik gefährdet. Weder im Koalitionsvertrag noch in forschungspolitischen Programmen der nationalen und europäischen Ebene findet sie Erwähnung. Besonders gravierend für uns ist, dass das Bundesforschungsministerium sein Photonik-Referat aufgelöst hat“, kritisiert Mayer. Anders im Bundeswirtschaftsministerium: In der kürzlich veröffentlichten Industriestrategie 2030 werden optische Technologien explizit als industrieller Schlüsselbereich benannt, dessen Stärkung im gesamtstaatlichen Interesse liege. Mayer: „Wir begrüßen die damit angestoßene Diskussion um eine künftige Industriepolitik, an der sich SPECTARIS konstruktiv beteiligen wird.“

Positiv bewertet SPECTARIS auch den Einsatz der Regierung mit Blick auf Freihandel sowie multilaterale und bilaterale Abkommen. „Exportstarke Unternehmen stehen heutzutage wachsenden Herausforderungen gegenüber, die politischer Flankierung benötigen. Insofern ist das Eintreten der Bundesregierung für Freihandel und gegen Protektionismus zu begrüßen“, erklärt Mayer. „Entscheidend ist, dass diese Haltung im Lichte von Brexit, Handelskonflikten und immer drastischeren Sanktionen kontinuierlich und mit Nachdruck vertreten wird.“

Das 15-Punkte-Papier von SPECTARIS finden Sie hier.

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband.

Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband. Jeder Verband ist nur so stark, wie die Mitglieder diesen fordern und fördern. Als Mittelstand ist es für uns wichtig, dass komplexe Sachverhalte zusammengefasst dargestellt werden. Die Anforderungen an die Unternehmen der Medizintechnik steigern stetig und ändern sich fortlaufend. Hier leistet SPECTARIS tolle Arbeit und gibt uns immer das Gefühl gut informiert zu sein. Das Fortbildungsangebot ist sehr umfangreich und nimmt immer die Trends in den Fokus.


Sascha Becker, Mitglied der Geschäftsführung, Vertriebs- und Marketingleiter, Alu Rehab ApS und verantwortlich für den Geschäftsbereich Deutschland


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


Geschäftsführende Gesellschafter Jüke Systemtechnik GmbH, Martin Hovestadt (links) und Heinrich Jürgens (rechts)


Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


Regina Kirchner-Gottschalk, Geschäftsführerin KaWe – KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG


Im dynamischen Umfeld bestehen

Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


Wir schätzen an SPECTARIS besonders die fachliche Expertise.

Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


Wertvoller Informationsaustausch

Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


Jörg Waldeyer, Geschäftsführer Völker GmbH


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