Coronakrise: Augenoptikindustrie erwartet deutliche Umsatzrückgänge bei längerem Lockdown

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Für rund 75 Prozent der Hersteller augenoptischer Güter in Deutschland hat sich die wirtschaftliche Lage nach dem Rekordjahr 2019 aufgrund der Coronakrise verschlechtert. 90 Prozent berichten von einer deutlich schwächeren Nachfrage, fast 80 Prozent haben bereits Kurzarbeit beantragt. Das geht aus einer Onlineumfrage des Industrieverbandes SPECTARIS hervor, die Mitte April durchgeführt wurde. „Die Augenoptiker mussten zwar zumeist nicht schließen, die Kundschaft blieb natürlich trotzdem aus. Viele Betriebe mussten zudem auf eine Notversorgung umstellen, um überwiegend Reparaturen durchzuführen“, erklärt der SPECTARIS-Vorsitzende Josef May. Auch die Fototechnik und Fernoptik müssen bereits massive Einbußen hinnehmen, da das Geschäft mit Kameras und Ferngläsern nicht in dem Maße in den Online-Handel gewandert ist wie zu erwarten war. Die generellen Reise- und Freizeitbeschränkungen bremsen die Kauflust auf fototechnische und fernoptische Produkte. 

Laut Umfrage könnte eine längere, durch Corona bedingte Abschwächung der Auftragslage zu deutlichen Umsatzrückgängen im Gesamtjahr führen. Bei einem Hochfahren der Wirtschaft ab Juni rechnen die Unternehmen im Jahresvergleich 2020/2019 mit einem Rückgang von durchschnittlich 23 Prozent. Im Falle eines Stillstands bis August wird nach aktueller Einschätzung ein Minus von 34 Prozent für möglich gehalten. Die vor allem mittelständisch geprägte Branche sieht die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen jedoch positiv. Vor allem die getroffenen Regelungen zum Kurzarbeitergeld werden von 90 Prozent der befragten Betriebe als relevant oder sehr relevant bewertet, Maßnahmen wie Steuerstundungen erachten 50 Prozent der Befragten als sinnvolle Unterstützung. „Die Bundesregierung hat zügig gehandelt und zahlreiche gute Maßnahmen auf den Weg gebracht“, urteilt auch Josef May.

Perspektivisch halten die Unternehmen allerdings weitere Maßnahmen von Seiten der Politik für erforderlich, um den Standort Deutschland nach der Krise wieder zu stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. So fordern 71 Prozent der Betriebe eine stärkere wirtschaftspolitische Koordinierung innerhalb der Europäischen Union, 73 Prozent erwarten weitere Förderprogramme speziell für den deutschen (Einzel-)Handel. Auch die Stärkung innovationsfördernder Maßnahmen wird als sinnvoll betrachtet.

May: „Für die Augenoptik ist der Kontakt zum Kunden essentiell, denn Brillen und Kontaktlinsen erfordern eingehende Beratung vor Ort. Mit Abstands- und Hygieneregeln sowie Atemschutzmasken ist ein verantwortungsbewusster Kundenkontakt aus unserer Sicht möglich, für die Sehgesundheit angeraten und für das Wiederanfahren der Wirtschaft nötig.“

Stimmen unserer Mitglieder

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Unternehmen der Medizintechnik agieren in einem Marktumfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Aesculap ist Mitglied bei SPECTARIS nicht nur, weil der Verband die Interessen unserer Branche zielbewusst in der Politik und in der Öffentlichkeit vertritt und ein leistungsstarkes Netzwerk von Experten bietet. Durch die Vernetzung von Fachkompetenzen der Mitgliedsunternehmen ergeben sich zudem einzigartige und wertvolle Synergieeffekte, und davon profitieren wir alle.


Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender Aesculap AG


Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband.

Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren im SPECTARIS-Verband. Jeder Verband ist nur so stark, wie die Mitglieder diesen fordern und fördern. Als Mittelstand ist es für uns wichtig, dass komplexe Sachverhalte zusammengefasst dargestellt werden. Die Anforderungen an die Unternehmen der Medizintechnik steigern stetig und ändern sich fortlaufend. Hier leistet SPECTARIS tolle Arbeit und gibt uns immer das Gefühl gut informiert zu sein. Das Fortbildungsangebot ist sehr umfangreich und nimmt immer die Trends in den Fokus.


Sascha Becker, Mitglied der Geschäftsführung, Vertriebs- und Marketingleiter, Alu Rehab ApS und verantwortlich für den Geschäftsbereich Deutschland


Die Gemeinschaft macht uns stark!

Der Verband SPECTARIS bildet für uns mittelständische Unternehmen eine Brücke zwischen der Regierung und unseren Interessen – die Gemeinschaft macht uns hierbei stark! Wir schätzen sowohl das sehr hilfreiche Weiterbildungsprogramm innerhalb der Medizintechnik und profitieren von der Organisation unterschiedlichster Delegationsreisen. Durch unsere Mitgliedschaft bei SPECTARIS ist uns auch ein regelmäßiges Update neuer gesetzlicher Anforderungen garantiert.


Maik Greiser, Geschäftsführender Gesellschafter / CEO ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG


Der Verband bietet perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Unser Branchenverband SPECTARIS ist ein starkes Sprachrohr für die Interessen mittelständischer, inhabergeführter Unternehmen wie wir. Genauso wichtig ist es uns, dass der Verband eine Plattform für einen offenen Dialog unter den Mitgliedsfirmen ermöglicht und perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Branchenreports oder thematisch auf den Punkt gebrachte Veranstaltungen anbietet.


Geschäftsführende Gesellschafter Jüke Systemtechnik GmbH, Martin Hovestadt (links) und Heinrich Jürgens (rechts)


Sprachrohr für die Medizintechnik

Für uns als Hersteller von Medizintechnik stellt SPECTARIS ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Politik dar. Gerade angesichts der aktuellen MDR ist es immens wichtig, einen starken und leistungsfähigen Verband als Interessenvertretung zu haben. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und fühlen uns gut vertreten.


Regina Kirchner-Gottschalk, Geschäftsführerin KaWe – KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG


Im dynamischen Umfeld bestehen

Regulatorische Anforderungen steigen, Märkte werden komplexer – doch die größte Herausforderung, der sich auch die Medizinbranche aktiv stellen muss, ist die Digitalisierung. Mit ihr erhöht sich die Entwicklungsgeschwindigkeit in erheblichem Maße. Innovative Prozesse und Produkte verschieben die Grenzen bislang gewohnter Standards. Als SPECTARIS-Mitglied sind wir Teil eines starken Verbandes, mit dem wir in diesem dynamischen Spannungsfeld bestehen werden.


Rainer Kliewe, Geschäftsführer Ofa Bamberg GmbH


Eine weltweit starke Branche braucht einen starken Verband.

Eine weltweit starke Branche wie die deutsche Medizintechnik braucht einen starken Verband. SPECTARIS eben! Kommunikation, Regulatory Affairs, Interessensvertretung, wirtschaftliche und fachliche Kompetenz – das findet man dort.


Norbert Aumann, Geschäftsführer Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH


Wir schätzen an SPECTARIS besonders die fachliche Expertise.

Richard Wolf als ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik profitiert stark durch das breite Netzwerk von SPECTARIS. Wir schätzen besonders die fachliche Expertise.


Geschäftsführung Richard Wolf GmbH, Herr Pfab, Herr Steinbeck


Mitmachen lohnt sich!

In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen in der Medtech Branche und einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld ist SPECTARIS ein wichtiger Partner für unser Unternehmen und als Interessensvertretung in Berlin und Brüssel unverzichtbar. Mitmachen lohnt sich!


Bert Sutter, Geschäftsführer, Sutter Medizintechnik GmbH


Wertvoller Informationsaustausch

Als Produzent von Pflege- und Klinikbetten verfolgen wir die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik genau. Dabei greifen wir bei Fragen zu wichtigen Gesetzesänderungen gerne auf die fundierten Informationen von SPECTARIS zurück. Das Netzwerk aus namhaften, engagierten Unternehmen ermöglicht zudem einen intensiven Dialog untereinander, den wir sehr schätzen.


Jörg Waldeyer, Geschäftsführer Völker GmbH


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