Wachstumstrend der Augenoptikhersteller durch Corona rüde gestoppt

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Umsatz ging 2020 um 9,5 Prozent zurück / Zugangsbeschränkungen und Kaufzurückhaltung belasten die Branche / Homeoffice erhöht den Bedarf nach augenoptischer Beratung/Aussichten für 2021 gedämpft optimistisch

Nach aktuellen Berechnungen des Industrieverbandes SPECTARIS hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr bei den deutschen Herstellern von Augenoptik und Consumer Optics deutliche Spuren hinterlassen. Insgesamt ging der Umsatz 2020 gegenüber 2019 um 9,5 Prozent auf 4,26 Milliarden Euro zurück. Der seit 2011 anhaltende Wachstumstrend der Branche wurde somit durch die Pandemie rüde gestoppt.

Das Inlandsgeschäft verzeichnete bei einem Wert von 2,22 Milliarden Euro ein Minus von 7,3 Prozent. Das internationale Geschäft brach um 11,7 Prozent ein, der Auslandsumsatz sank damit auf 2,04 Milliarden Euro.  Die Auswirkung der schwachen Umsatzentwicklung auf die Beschäftigtenzahl war erfreulicherweise gering. Sie lag mit rund 20.300 Mitarbeitern um etwa 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Eine aufgrund der Krise stärkere Marktkonsolidierung hält der Verband jedoch für möglich.  

Die erhöhten Sehanforderungen im Homeoffice konnten den Negativtrend nicht aufhalten. Die in Abhängigkeit von der Verkaufsfläche geltende Kundenbegrenzung aufgrund der Corona-Hygieneregeln sowie eine insgesamt spürbare Kaufzurückhaltung belasteten die Branche dabei nicht nur im vergangenen Jahr, sondern setzten sich auch zum Jahresanfang fort. In bestimmten, weniger beratungsintensiven Produktbereichen profitierte der Onlinehandel von der Stay-at-Home-Empfehlung. Den Effekt der niedrigeren Mehrwertsteuer schätzt der Verband als eher gering ein.

„Nicht nur als Folge, aber stark beschleunigt durch Corona gewinnt die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb immer mehr an Bedeutung, sowohl mit der Zielrichtung Handel und Messen, als auch mit Blick auf die Endkunden“, betont der Vorsitzende des Branchenverbandes, Josef May. Dieses Potenzial müsse noch stärker genutzt werden. Neben dem Einsatz von Social Media, Videokonferenzen und virtuellen Veranstaltungskonzepten wird auch die Beratung zunehmend technischer, wobei sogar Künstliche Intelligenz (KI) Einzug hält. So wird die KI zum Beispiel Netzhauterkrankungen früher erkennen lassen. Auch wird die KI zukünftig praktische Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Brillenfassung für das eigene Gesicht bieten.

Die Erwartungen der Unternehmen an das laufende Jahr sind gedämpft optimistisch. „Die Menschen verbringen jetzt noch mehr Zeit am Bildschirm, was die Augen in besonderer Weise herausfordert und stark belasten kann. Fehlsichtigkeiten können aufgrund von mehr Homeoffice-Arbeit mittelfristig weiter ansteigen“, betont May. Die Geschäftsentwicklung ist allerdings untrennbar mit den Fortschritten bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Fallzahlen und Lockdowns verbunden. Entsprechend hoch ist die Spannbreite der Prognosen: Im Best Case wird 2021 im Inland von einem Plus von 11 Prozent, im Worst Case von lediglich einem Prozent ausgegangen. Beim internationalen Geschäft wird im Best Case ein Zuwachs von 12 Prozent und im Worst Case ein Minus von einem Prozent für möglich gehalten. Positiv stimmt die Erwartung hinsichtlich der Beschäftigten, die mehrheitlich von einer unveränderten oder wieder steigenden Mitarbeiterzahl ausgeht.

 

Stimmen unserer Mitglieder

Gemeinsam sind wir stark.

Gemeinsam sind wir stark – Entsprechend schätzen wir das starke Netzwerk sowie die offene und sehr gute Zusammenarbeit im Verband, um als einer der führenden Hersteller gemeinsam an Lösungsansätzen für die modernen Herausforderungen in der Kontaktlinse zu arbeiten und identifizierte Trends zu nutzen.


Frank Hauerken, Senior Regional Director DACH & Benelux, CooperVision GmbH


Zusammen besser: Industrieunternehmen arbeiten bei Spectaris an Zukunftsprojekten für die Kontaktlinse

Wir arbeiten täglich daran, die Wachstumschancen der Kontaktlinse zu nutzen und unsere Einzelhandels-Partner dabei zu unterstützen, mehr für die Kontaktlinse zu erreichen. SPECTARIS liefert uns die Möglichkeit dies – als gemeinsames Projekt aller Industrieunternehmen – auf nationaler Ebene und mit gebündelten Kräften zu tun. Ohne den SPECTARIS-Industrieverband wäre diese gemeinsame Arbeit undenkbar.


Fabian Hasert, Geschäftsführer MPG&E-Kontaktlinsen


OBE setzt auf Qualitätsprodukte „Made in Germany“.

OBE setzt auf Qualitätsprodukte „Made in Germany“. Dank Innovation und Automatisierung können Federscharniere und Sicherheitsschrauben am Standort Ispringen in großen Stückzahlen hergestellt werden. Einher geht dies mit steigender Produktivität und einer Arbeitsteilung für einfache Produkte am Standort China. Somit sichern wir Arbeitsplätze in Deutschland.


Peter Specht / Erik Schäfer - Geschäftsführer OBE


Die Kontaktlinse digital sichtbar machen

Zusammen mit SPECTARIS haben wir eine Digital-Kampagne ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den stationären Fachhandel zu unterstützen und die Kontaktlinsen-Penetration in Deutschland zu erhöhen. Dieses Gemeinschaftsprojekt mit weiteren Kontaktlinsenherstellern liegt uns besonders am Herzen. SPECTARIS hat diese Initiative als gemeinsame Plattform ermöglicht und begleitet diese kontinuierlich und partnerschaftlich -  von der initialen Ideenfindung über die kreative Konzeption bis hin zur innovativen Umsetzung.


Dr. Benedikt Hoffmann, Leiter Vision Care DACH Alcon


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