Wirtschafts- und Konkurrenzspionage: Risiken für den Hightech-Mittelstand
22.02.2011
20 Mrd. Euro Schaden durch Spionage
Jedes Jahr entsteht der deutschen Wirtschaft durch Spionage ein Schaden von etwa 20 Milliarden Euro. Der Hightech-Mittelstand als besonders forschungsintensive und innovative Branche ist dabei ganz besonders gefährdet. Zu dieser Erkenntnis kamen die Referenten des Wissensraum-Seminars „Wirtschafts- und Konkurrenzspionage: Risiken für den Hightech-Mittelstand“ am 22. Februar in der SPECTARIS-Geschäftsstelle in Berlin.
Jede dritte Firma in Deutschland gibt an, bereits einen Verdacht auf Spionage im eigenen Hause erlebt zu haben. Dr. Berthold Stoppelkamp von der Koordinierungsstelle „Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft“ und Dr. Jörg Treffke, Verfassungsschutz Brandenburg, betonten, dass sie immer wieder mit mangelndem Sicherheitsmanagement bei mittelständischen Betrieben konfrontiert werden. SPECTARIS gab seinen Mitgliedern durch dieses sehr praxisorientierte Seminar konkrete Empfehlungen an die Hand, wie erste Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Know-How-Abfluss im eigenen Unternehmen etabliert werden können.
Dabei geht es nicht nur um die Abwehr von Spionage aus dem Ausland – hier wurden insbesondere China und Russland als Hauptakteure genannt. Was man beim Markteintritt in China beachten muss, mit welchen Fallstricken die dortigen Behörden ein Unternehmen konfrontieren und wie man diese (auch juristisch) umgehen kann, zeigte Dr. Knut Schulte von der Kanzlei Beiten Burkhardt auf.
Wissen wird aber auch von der Konkurrenz im Inland entwendet. Oliver Ortlieb, Carl Zeiss AG, erläuterte das umfassende Sicherheitsmanagement seines Unternehmens. Undabdingbar ist in seinen Augen der Rückhalt der Geschäftsleitung, um eine solche Strategie einzuführen. Zudem müssen die verschiedenen innerbetrieblichen Akteure wie z.B. IT, Datenschutzbeauftragter, Fachbereiche und der Betriebsrat an der Konzeption und Umsetzung beteiligt werden. Ortlieb unterstrich, dass alle Maßnahmen intensiv an die Mitarbeiter kommuniziert werden müssen, damit diese auch potenzielle Spionage-Risiken erkennen können.
Wolfgang Straßer demonstrierte welche elektronischen Einfallstore Spione und Hacker nutzen. Seine Sicherheitstests bei Unternehmen zeigen, dass oftmals das Verhalten der Mitarbeiter ein Einfallstor darstellt: keine Kontrolle beim Antreffen Unbekannter auf dem Werksgelände, ungesicherte Unterlagen auf Schreibtischen und in Schränken, kein Passwortschutz für den PC während der Mittagspause oder einfach nur Gespräche über Firmeninterna im Foyer oder auf den Fluren. Wichtig, so waren sich alle Referenten einig, ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für ein sicheres Verhalten bei Auslandsreisen und bei der Kommunikation im Internet (Facebook, Twitter & Co.). Zu oft wird unüberlegt in der Öffentlichkeit telefoniert, das W-LAN im chinesischen Hotel benutzt oder angeblichen Freunden im Internet vom Projektverlauf berichtet.
Fazit der Teilnehmer war, dass erste Sicherheitsmaßnahmen ohne großen Aufwand sofort im eigenen Unternehmen umgesetzt werden können.
Jede dritte Firma in Deutschland gibt an, bereits einen Verdacht auf Spionage im eigenen Hause erlebt zu haben. Dr. Berthold Stoppelkamp von der Koordinierungsstelle „Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft“ und Dr. Jörg Treffke, Verfassungsschutz Brandenburg, betonten, dass sie immer wieder mit mangelndem Sicherheitsmanagement bei mittelständischen Betrieben konfrontiert werden. SPECTARIS gab seinen Mitgliedern durch dieses sehr praxisorientierte Seminar konkrete Empfehlungen an die Hand, wie erste Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Know-How-Abfluss im eigenen Unternehmen etabliert werden können.
Dabei geht es nicht nur um die Abwehr von Spionage aus dem Ausland – hier wurden insbesondere China und Russland als Hauptakteure genannt. Was man beim Markteintritt in China beachten muss, mit welchen Fallstricken die dortigen Behörden ein Unternehmen konfrontieren und wie man diese (auch juristisch) umgehen kann, zeigte Dr. Knut Schulte von der Kanzlei Beiten Burkhardt auf.
Wissen wird aber auch von der Konkurrenz im Inland entwendet. Oliver Ortlieb, Carl Zeiss AG, erläuterte das umfassende Sicherheitsmanagement seines Unternehmens. Undabdingbar ist in seinen Augen der Rückhalt der Geschäftsleitung, um eine solche Strategie einzuführen. Zudem müssen die verschiedenen innerbetrieblichen Akteure wie z.B. IT, Datenschutzbeauftragter, Fachbereiche und der Betriebsrat an der Konzeption und Umsetzung beteiligt werden. Ortlieb unterstrich, dass alle Maßnahmen intensiv an die Mitarbeiter kommuniziert werden müssen, damit diese auch potenzielle Spionage-Risiken erkennen können.
Wolfgang Straßer demonstrierte welche elektronischen Einfallstore Spione und Hacker nutzen. Seine Sicherheitstests bei Unternehmen zeigen, dass oftmals das Verhalten der Mitarbeiter ein Einfallstor darstellt: keine Kontrolle beim Antreffen Unbekannter auf dem Werksgelände, ungesicherte Unterlagen auf Schreibtischen und in Schränken, kein Passwortschutz für den PC während der Mittagspause oder einfach nur Gespräche über Firmeninterna im Foyer oder auf den Fluren. Wichtig, so waren sich alle Referenten einig, ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für ein sicheres Verhalten bei Auslandsreisen und bei der Kommunikation im Internet (Facebook, Twitter & Co.). Zu oft wird unüberlegt in der Öffentlichkeit telefoniert, das W-LAN im chinesischen Hotel benutzt oder angeblichen Freunden im Internet vom Projektverlauf berichtet.
Fazit der Teilnehmer war, dass erste Sicherheitsmaßnahmen ohne großen Aufwand sofort im eigenen Unternehmen umgesetzt werden können.







