
Im Sommer 2011 berichteten SPECTARIS Mitgliedsunternehmen von Schwierigkeiten bei der Zulassung ihrer Medizinprodukte seitens der zuständigen Behörden in den Ländern Brasilien und Mexiko. SPECTARIS hat darauf mit einem gemeinsam mit dem Expertenkreis Emerging Markets erarbeitetem Positionspapier reagiert. Dieses wurde sowohl an die deutschen Ministerien kommuniziert, als auch in einem Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Brasilien und im Rahmen einer Delegationsreise des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen in Rio de Janeiro zur Sprache gebracht.
Die kontinuierliche Arbeit mit diesem Positionspapier und die unterstützenden Maßnahmen aus den Ministerien gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen zeigten bereits erste positive Ergebnisse. So haben die in Rio de Janeiro direkt mit der brasilianischen Zulassungsbehörde ANVISA geführten Gespräche die von beiden Seiten gewünschte gute Zusammenarbeit bestätigt und den Weg für eine zukünftig weiter positive Kooperation geebnet. So berichteten SPECTARIS-Mitgliedsunternehmen, dass die von den Unternehmen lang erwarteten ANVISA Audits nun zeitnah nach diesem Treffen stattfanden. Auch haben einige Unternehmen von einer tendenziell verkürzten Zulassungsdauer in Mexiko berichtet und zeigten sich mit den Erfolgen des SPECTARIS Positionspapiers zufrieden. SPECTARIS wird dieses Thema weiterhin aktiv ansprechen, um so weitere Optimierungen der Zulassungsbedingungen für die deutsche Medizintechnik zu erreichen.
Der Arbeitskreis „Emerging Markets“ bei SPECTARIS nimmt sich Problemen bei der internationalen Zulassung von Medizinprodukten an und setzt sich mit den Rahmenbedingungen für den Export von Medizinprodukten in wichtige Zielmärkte gezielt auseinander.