SPECTARIS-INFOLETTER
Ausgabe 07/2015

Die WTO beschließt eine Ausweitung des Informationstechnologieabkommens

Am 24. Juli 2015 haben 54 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) eine Ausweitung des plurilateralen Informationstechnologieabkommens (ITA) beschlossen. Damit werden die Verhandlungen über das seit 1996 existierende Abkommen zum Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen für Hightech-Güter förmlich abgeschlossen. Es handelt sich dabei um die erste Zollabsenkung auf WTO-Ebene seit 18 Jahren.

Zölle auf diese Produkte sollen innerhalb von drei Jahren ab dem Inkrafttreten des Abkommen, welches für 1. Juli 2016 angesetzt ist, vollständig abgebaut werden. Für besonders sensible Güter soll eine längere Übergangszeit ausgehandelt werden, um der Industrie genug Zeit zu geben, sich auf die neuen Änderungen vorzubereiten.

Der begünstigte Güterkreis umfasst Konsum- und andere Fertigprodukte (z.B. Medizinprodukte – wie bspw. Röntgen-, Magnetresonanz-, Computertomographie- oder Ophthalmologiegeräte –, Mikroskope und Teleskope) sowie deren Teile und Komponente (z.B. Halbleiter und andere Geräte für optische und medizinische Geräte).

Die an der Ausweitung des ITA teilnehmenden WTO-Mitglieder sind die EU und ihre 28 Mitgliedsstaaten, sowie Albanien, Australien, Kanada, China, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Hong Kong, China, Island, Israel, Japan, Korea, Malaysia, Mauritius, Montenegro, Neuseeland, Norwegen, Philippinen, Taiwan, Singapur, die Schweiz, Thailand, Türkei und die USA.

Ansprechpartner

David Santorum
Projektmanager Außenwirtschaft und Exportförderung
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