SPECTARIS-INFOLETTER
Ausgabe 11/2009

Trotz Wirtschaftskrise Medizintechnik-Branche weitgehend stabil

Auch die deutschen Medizintechnikhersteller spüren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, doch bisher zeigt sich die Branche noch überwiegend stabil. Für das Gesamtjahr 2009 erwarten wir ein Umsatzminus von drei Prozent. Ausschlaggebend für den Rückgang ist dabei der Export, der um sechs Prozent sinken wird. Dagegen hat das Inlandsgeschäft nach dem eher schwachen ersten Halbjahr mittlerweile wieder deutlich zulegt. Hier gehen wir für das laufende Jahr sogar von einem Plus in Höhe von mindestens zwei Prozent aus.

Für das Jahr 2010 erwarten wir wieder ein leichtes Wachstum in Höhe von maximal drei Prozent. Aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus und des Nachholbedarfs auf vielen Märkten dürfte der Export um etwa drei Prozent zulegen. Im Inlandsmarkt stützen die Auswirkungen der Konjunkturpakets II, die hohe Innovationskraft der Branche, und die relativ konstante Nachfrage im Gesundheitswesen den Markt. Deshalb rechnen wir mit einem leicht wachsenden Inlandsmarkt und einem Plus von zwei Prozent. Insgesamt hat sich die Medizintechnik somit trotz der Wirtschaftskrise vergleichsweise erfolgreich behauptet.

Optimismus war auch auf der abgelaufenen MEDICA an vielen Stellen spürbar. Mit 138.000 Fachbesuchern kamen sogar noch etwa mehr als im Vorjahr auf die weltgrößte Medizintechnikmesse nach Düsseldorf. 45 Prozent der Besucher reisten aus dem Ausland an – insbesondere aus Asien und dem arabischen Raum. Das macht Hoffnung, dass der wichtige Außenhandel in der Medizintechnik wieder Fahrt aufnimmt.

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