Aktive Geschäftspartnervermittlung steht beim EU-Projekt für medizintechnische Unternehmen in Zentralasien nächstes Jahr auf dem Programm: Am 13. und 14. Mai 2010 findet auf der KIHE, der wichtigsten Medizintechnikmesse in Zentralasien, ein Unternehmertreffen für europäische und zentralasiatische Firmen statt. Das Unternehmertreffen bietet deutschen Medizintechnikunternehmen eine gute Möglichkeit, kostengünstig und effizient Kontakte zu potentiellen Geschäftspartnern aus Kasachstan und Kirgisien zu knüpfen.
Eine Teilnahme am Unternehmertreffen lohnt sich, denn trotz der Wirtschaftskrise sind Gesundheitsmärkte der zentralasiatischen Länder auf dem Wachstumspfad – besonders dank der staatlichen Investitionen. Der Markt Zentralasiens verspricht in den kommenden Jahren gute Geschäftschancen für die Medizintechnik.
Nach Angaben des kasachischen Medizintechnikverbandes „Association of Pharmaceutical and Production Manufactuers of Kazakhstan“ hat die staatliche Finanzierung die Entwicklung des Medizintechnikmarktes in Kasachstan maßgeblich beeinflusst, denn der seit dem Jahr 2004 kontinuierliche Anstieg der Medizintechnikimporte aufgrund staatlicher Förderung geht einher mit dem steigenden staatlichen Budget. Dieses Jahr wurden für ein Programm zur Bekämpfung von Tuberkulose, zum Schutz für Mutter und Kind und für die Förderung der Herzchirurgie und Onkologie über 60 Mio. US-Dollar zur Verfügung gestellt. Ein anderes Programm stellt unter anderem knapp 17 Mio. US-Dollar für die Versorgung von Gesundheitsorganisationen mit Material und Ausrüstung zu Verfügung. Beide Programme werden 2010 mit jeweils knapp 90 Mio. US-Dollar bzw. ca. 24 Mio. US-Dollar weiterhin aktiv sein.
Da die Finanzierung aus den Fonds der Regierung und lokaler Institutionen bedeutend ansteigen wird, ist auch mit einem in den nächsten Jahren entsprechend weiter wachsenden Medizintechnikmarkt zu rechnen. Allein in der Region Südkasachstan soll eine Summe von über 1 Mrd. $US zur Implementierung regionaler Programme aufgewendet werden, welche 2008-2010 das Gesundheitswesen reformieren und weiterentwickeln sollen. Der Bau von 500 medizinischen Einrichtungen ist geplant, bereits 2010 sollen 190 bestehende Gesundheitseinrichtungen neue Geräte erhalten, darunter Röntgengeräte, Fluorographen und Ultraschallgeräte. Neue Einrichtungen für medizinische Erst- und Sanitätsversorgung werden zusätzlich Labor- und Endoskopieausstattung erhalten.
Während die drittgrößte Stadt Shymkent zu einem medizinischen Ballungsraume werden soll, steigt auch das Finanzierungsvolumen für Gesundheit in Almaty weiter an, dieses Jahr auf 1,4 Mrd. $US. Insgesamt soll die ganze Republik etwa 100 neue Medizinische Einrichtungen der nächsten Generation erhalten.
Doch nicht nur der Staat, sondern auch offizielle Gesundheitsinstitutionen und Industriekonzerne investieren stark in den Sektor, denn der kasachische Medizintechnikmarkt lockt immer mehr neue Mitstreiter an. Der Anstieg staatlicher Finanzierung hat dazu beigetragen, dass die Liste registrierter medizintechnischer Einheiten und Apparate im Land erweitert wurde.
Unternehmen, die sich für eine Teilnahme interessieren, können sich auf der registrieren. Ihr Profil wird den zentralasiatischen Partnerverbänden weitergeleitet, die geeignete Gesprächspartner vor Ort finden. Da das Unternehmen im Rahmen des Central Asia Invest Programm von der Europäischen Kommission gefördert wird, ist die Teilnahme kostenfrei.