SPECTARIS-INFOLETTER
Ausgabe 08/2009

Wirtschaft trifft Forschung - F.O.M. Konferenz

Die Konferenz der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), die am 13. Oktober 2009 in der Aesculap-Akademie im Langenbeck-Virchow-Haus stattfindet, führt in diesem Rahmen Experten der Wirtschaft mit Spezialisten der Wissenschaft zusammen. Gerade für mittelständische Unternehmen ist der kontinuierliche Zugang zum aktuellen Stand der Technik von großer Bedeutung, um im internationalen Wettbewerb langfristig bestehen zu können. Die Keimzellen dafür sind Forschungsinstitute, die den Ansatz für erfolgsversprechende Produkte liefern. Die Tagung bietet die Gelegenheit neue Projektideen zu generieren, Kooperationen zu schließen und Netzwerke zu bilden.

Eingeladen sind wichtige Entscheidungsträger und Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigung "Otto von Guericke" e.V. (AiF), die aktuelle Förderprogramme zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschafts-Standortes Deutschland, präsentieren. Der Marburger Physiker Prof. Martin Koch, der vor kurzem mit dem Zukunftspreis "Patent Award 2008" ausgezeichnet wurde, liefert Einblicke in die Terahertz-Messtechnik für industrielle Prozesse.

Zudem stellen Forschungsinstitute aktuelle Projekte aus den Bereichen Feinmechanik, Optik und Medizintechnik vor. Das Spektrum reicht von der Entwicklung einer neuartigen Wellenfrontmesstechnik für Asphären, Aufbau und Erprobung eines Laryngoskops, das nichtinvasiv Stimmlippenveränderungen diagnostizieren kann, bis hin zur Erforschung eines neuen optischen Diagnose-Verfahrens zur Früherkennung der Alzheimer Demenz.

Auf der anschließenden Mitgliederversammlung und Treffen der projektbegleitenden Ausschüsse haben F.O.M. Mitglieder die Möglichkeit, bei wichtigen strategischen Entscheidungen, hinsichtlich der zukünftigen Vorgehensweise der Forschungsvereinigung mitzuwirken. Im Anschluss findet ein Workshop zum europäischen Projekt "Production 4µ" statt, das aus einem Konsortium aus 24 führenden europäischen Unternehmen und Forschungsinstituten besteht. Ziel dieses Projektes ist es, die Wettbewerbsposition der europäischen Optik-Industrie sowie ihrer Zulieferer durch Optimierung von Produktionsprozessen für die Herstellung besonders anspruchsvoller optischer Mikrosysteme zu verbessern, die eine zuverlässige und wirtschaftliche Großserienproduktion erlauben.

Offizielle Einladungen werden Anfang September versandt. Eine Teilnahme steht F.O.M. Mitgliedern wie Nichtmitgliedern offen.