
Am 6. Juli diskutierte der europäische Dachverband der augenoptischen Industrie EUROM 1 in einer sogenannten Lunch debate "Better Vision for Safer Driving" im Europäischen Parlament (EP) in Straßburg die Bedeutung guten Sehens für die Verkehrssicherheit. Professor Renato Pocaterra, Augenspezialist und Forscher an der Mailänder Universität Milan Bicocca, stellte Zahlen des Italienischen Instituts für Statistik vor, die einen direkten Zusammenhang von Verkehrsunfällen durch eingeschränktes Sehvermögen in 59 Prozent der Fälle aufzeigen. In Italien könne jeder Dritte die gesetzlich vorgeschriebene Sehschärfe, um am Straßenverkehr teilzunehmen, nicht einhalten. In Frankreich haben von 40 Millionen Fahrern acht Millionen Franzosen Sehschwächen, so das Ergebnis einer Studie des Französischen Verbands für verbessertes Sehvermögen. Risiken, die auf einfache und kostengünstige Weise minimiert werden könnten, meint Pocaterra. In Europa koste ein Sehtest weniger als 20 Euro. In Deutschland gar nur 6,43 Euro. Sehtest-Aktionen in Deutschland zeigen, dass jeder dritte Verkehrsteilnehmer unzureichend sieht.
SPECTARIS, Mitglied von EUROM, war durch EUROM-Vorstand Thomas Radke, Europa-Vizepräsident der Carl Zeiss Vision, und Peter Frankenstein, Secretary General von EUROM, vertreten. Bei der parallelen jährlichen General Assembly von EUROM 1 in Straßburg ging die Präsidentschaft turnusgemäß nach drei Jahren von Spanien an Italien. Vittorio Tabacchi (Safilo) beerbt Antoni Olivella (INDO).