Der Vulkan Eyjafjalla war in der vergangenen Woche eines der großen Gesprächsthemen - Termine mussten abgesagt, Flüge umgebucht, auf Alternativen umgestiegen werden. Auch SPECTARIS musste Veranstaltungen absagen.
Doch die enorme Aschewolke, die der Vulkan ausspuckte, liefert ein anschauliches Beispiel für das, was mit Optischen Technologien - in diesem Falle mit dem Laser - möglich ist: Mit Hilfe eines Ceilometers, das Licht in Form eines Laserstrahls in die Atmosphäre schickt, konnte die Höhe der Aschewolke ermitteln werden, Angaben zur Dichte und der Größe der Wolke zu machen sind mit dem Instrument jedoch nicht möglich. Daher wurden sowohl für die Bodenmessungen als auch für die Messungen des Forschungsflugzeug "Falcon 20E" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) komplexe Lidar-Systeme („Light Detection and Ranging“) verwendet. Diese senden Laserimpulse und ermitteln mit Hilfe der Laufzeit und der Geschwindigkeit, des aus der Atmosphäre zurückgestreuten Lichtes, die Entfernung von Wolken und Stoffen in der Atmosphäre (Aerosole). Die Aerosole konnten mit Hilfe dieser Methode hinsichtlich ihrer Höhe, Größe und teils auch Dichte analysiert werden, was im zeitlichen Verlauf die Entwicklung und Bewegung der Aschewolke ermöglichte.
In Deutschland waren verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen mit den Messungen beschäftigt, u.a. das Forschungszentrum in Jülich und das Meteorologische Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Auch versorgten einzelne Forschungseinrichtungen des bereits ausgelaufenen EU-Projektes „Earlinet“ („European Aerosol Research Lidar Network“) den DWD mit Messergebnissen.