"Produktbezogener Umweltschutz" war das Thema einer SPECTARIS-Veranstaltung am 22. März. Für verschiedenste Themen aus dem Umweltbereich legten die 22 Teilnehmner aus den Bereichen Photonik, Analysen-, Bio- und Labortechnik und der Imaging + Phototechnik Informations- und Handlungsbedarf fest.
So schreibt SPECTARIS im Namen seiner Mitglieder in Sachen "Blei im Glas" einen Brief an die einzelnen Mitglieder des TAC (Technical Advisory Committee), das als Expertengremium die Entscheidungsgrundlage für das europäische Parlament vorbereitet. In dem Brief schildert SPECTARIS eindringlich die verheerenden Konsequenzen, sollte die Ausnahmegenehmigung nicht verlängert werden und weist gleichzeitig darauf hin, dass von in Glas gebundenem Blei keine Gefährdung für die Umwelt ausgeht. Mitte des Jahres ist hier eine endgültige Entscheidung zu erwarten
Die beiden Richtlinien WEEE und RoHS werden zur Zeit von der europäischen Kommission, Parlament und Rat hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft und entsprechend überarbeitet ("RoHS-Recast", "WEEE-Recast"). In beiden Fällen haben die Neu-Vorschläge in der aktuellen Fassung erhebliche negative Auswirkungen auf die SPECTARIS-Mitglieder.
So würde die aktuelle RoHS-Fassung mit neuen Stoffverboten quasi zu einem Ende der optischen Industrie führen, was wiederum erhebliche Konsequenzen für die Anwendungsfelder wie zum Medizin und LifeScience hätte. In der Neufassung der WEEE geht es vor allem darum, die gesamte Industrie einzubeziehen. Ausnahmen oder die Nicht-Betroffenheit von sogenannten Festinstallationen wären damit Vergangenheit. SPECTARIS wird gemeinsam mit den Mitgliedern und anderen betroffenen Verbänden national und international entsprechende Dokumente vorbereiten und Gespräche führen, um die Entscheider auf diese Gefahren aufmerksam zu machen und das Schlimmste zu verhindern.
Weitere Themen waren die Maschinenrichtlinie und REACH, hierbei insbesondere das Problem des Informationsflusses zwischen Lieferant und Hersteller.
Ende Juni veranstaltet SPECTARIS das nächste Seminar „Umweltrecht“, in dem betroffene Firmen einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen erhalten. Bitte merken Sie sich diesen Termin bereits vor, die Einladungen gehen Ihnen rechtzeitig zu.