"Ökodesign" bedeutet, dass man versucht, die Umweltverträglichkeit von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus (Auswahl und Einsatz von Rohstoffen, Herstellung, Verpackung, Transport und Vertrieb, Installation und Wartung, Nutzung, Ende der Lebensdauer) dadurch zu verbessern, dass Umweltaspekte systematisch bereits im frühesten Stadium der Produktgestaltung berücksichtigt werden.
Mit der seit Oktober 2009 geltenden Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG wird ein Rahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte geschaffen. Die Ökodesign-Richtlinie ist eine Rahmenrichtlinie. In der Praxis bedeutet dies, dass verbindliche Anforderungen an eine umweltgerechte Produktgestaltung durch spezielle Durchführungsmaßnahmen für einzelne Produktgruppen festgelegt werden.
Aktuell läuft eine Durchführungsmaßnahme für die Produktgruppe "Laboratory and Industrial Ovens and Furnaces", die vom englischen Forschungsinstitut Cobham / ERA Technology organisiert wird. Anfang Mai wird von Cobham ein Zwischenbericht erstellt, der in einem ersten Entwurf für mögliche Vorschriften mündet. Nach einer Abstimmung mit den Beteiligten wird es eine zweite Runde geben, der finale Vorschlag soll Ende 2011 vorliegen.
Für den ersten Entwurf bittet Cobham um Input der Industrie, damit die Hersteller-Interessen dort einfließen und das Segment nicht "überreguliert" wird. Betroffene Firmen sind - in ihrem eigenen Interesse - herzlich eingeladen, den Fragebogen bis zum 30. April auszufüllen und an Dr. Paul Goodman (paul.goodman@cobham.com) zurückzusenden.