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SPECTARIS vereint den Hightech-Mittelstand Deutschlands, dessen Produkte auf Optik und Präzisionstechnik basieren.
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Die deutsche Medizintechnik-Branche ist bislang weitestgehend unversehrt durch die Wirtschaftskrise gekommen. Nach leichten Umsatzrückgängen im Jahr 2009 rechnet der Branchenverband SPECTARIS für das laufende Jahr wieder mit einem deutlichen Wachstum in Höhe von sechs Prozent. „Die Medizintechnik hat sich wieder deutlich konjunkturunabhängiger gezeigt als die meisten anderen Industriezweige“, sagte der Vorsitzende des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS, Ulrich Krauss, heute in Berlin.
Nach zum Teil deutlichen Zuwächsen in den letzten fünf Jahren ging der Gesamtumsatz der deutschen Medizintechnik-Branche in 2009 leicht zurück.

Mit rund 18,8 Milliarden Euro lag er um 1,4 Prozent unter dem Wert des Jahres 2008. Das Minus resultierte dabei maßgeblich aus einem Rückgang beim Exportgeschäft um 2,6 Prozent auf einen Wert von 12,2 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz der rund 1.200 deutschen Hersteller konnte leicht zulegen und lag mit knapp 6,6 Milliarden Euro um fast ein Prozent über dem Vorjahresergebnis. „Ursache dafür waren - zumindest teilweise - die Mittel, die die Bundesregierung aus dem Konjunkturpaket II für verschiedene Infrastruktur-Maßnahmen in Krankenhäusern zur Verfügung gestellt hat“, so Krauss.

Beim Auslandsgeschäft konnten lediglich die Ausfuhren nach Asien und in den Nahen Osten gesteigert werden – jeweils um rund acht Prozent. Dagegen lagen etwa die Exporte in Europäischen Union und nach Nordamerika um zwei bzw. drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei den Ausfuhren nach Mittel- und Südamerika waren sogar zweistellige Rückgänge zu beobachten. Die Exporte nach Russland sanken sogar um 31 Prozent. Entsprechend ging die Exportquote geringfügig auf 64,9 Prozent zurück. Mit 86.100 Mitarbeitern lag die Beschäftigtenzahl nur um knapp ein Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die hohe Innovationskraft Branche blieb jedoch auf hohem Niveau: Rund 9 Prozent des Umsatzes investiert die Branche in Forschung und Entwicklung. Fast 15 % der Beschäftigten sind in diesem Bereich tätig.

Seit Ende 2009 zeigt sich auch wieder ein deutlicher Aufwärtstrend. „Für das laufende Jahr sind die Firmen mehrheitlich optimistisch“, betonte Ulrich Krauss. Nach einer eigenen Erhebung erwartet der Verband für 2010 einem Zuwachs von insgesamt sechs Prozent auf rund 20 Milliarden Euro. Die Prognose für das Ausland lautet plus sieben Prozent und wird damit positiver beurteilt als der Inlandsumsatz. Dieser wird nach Einschätzung der Unternehmen um rund fünf Prozent steigen. „Davon ausgehend erwarten wir positive Beschäftigungsimpulse und erwarten einen Mitarbeiterzuwachs um ein Prozent“, sagte Krauss. Fast 87.000 Menschen wären damit bei den deutschen Medizintechnikherstellern beschäftigt.

„Die Medizintechnik hat im Krisenjahr 2009 gut behauptet und wird in diesem Jahr weiter wachsen“, unterstrich Ulrich Krauss. Gründe für die Stabilität seien nach seiner Auffassung die hohe Innovationskraft der mittelständisch geprägten Branche, die gute Eigenkapitalausstattung und die relativ konstante Nachfrage im Gesundheitswesen.

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Statement Ulrich Krauss
Vorsitzender Fachverband Medizintechnik SPECTARIS
(Carl Zeiss Meditec AG)
Präsentation
Pressekonferenz Medizintechnik, 25. März 2010

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