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Zahlen & Fakten

2009 lagen die Umsätze der deutschen augenoptischen Industrie mit 3,69 Milliarden Euro nur etwa 2 Prozent hinter dem des Vorjahres. Einem Plus im Inland von 2 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro stand ein Minus um 6 Prozent im Ausland auf 1,75 Milliarden Euro gegenüber. Die Zahl der Beschäftigten der augenoptischen Industrie sank mit mit 21.100 ebenfalls.

Für 2010 erwartet die deutsche augenoptische Industrie im Inland einen Umsatzanstieg um gut 1,5 Prozent, im Ausland um zwei Prozent.

Insgesamt tragen in Deutschland 39,2 Millionen Erwachsene (älter als 16 Jahre) und damit 62 Prozent dieser Altersgruppe eine Brille. 2,7 Millionen tragen Kontaktlinsen.

Ein kurzer Markt- und Trend-Überblick

Dank Hightech-Technologien, präziser Fertigung, maßgeschneiderter Problemlösungen, kundenfreundlicher Dienstleistungen, einem hohen Maße an Flexibilität und hohen Normenstandards positioniert sich die deutsche augenoptische Industrie erfolgreich im internationalen Wettbewerb. Die wichtigsten Abnehmerländer sind die Staaten der Europäischen Union mit einem Anteil von mehr als 63 Prozent. 6 Prozent ihres Umsatzes investieren die Hersteller in Forschung & Entwicklung. Im Bereich der Brillengläser ist Deutschland Weltmarktführer.

Der deutsche Augenoptik-Markt erlebte 2004 eine Zeitenwende, als die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) nahezu alle Zuschüsse für Sehhilfen strich. Brille und Kontaktlinse haben sich seitdem vom „Rezept“ emanzipiert und erfolgreich auf den Weg zum Lifestyle- und Wellness-Produkt gemacht. Der Trend zu extrem leichten, dünnen und entspiegelten Hightech-Brillengläsern aus Kunststoff ist weiter ungebrochen. Bei den Brillenfassungen gibt es zwei Entwicklungen: Auf der einen Seite sind minimalistische randlose Brillen sehr beliebt. Auf der anderen Seite Kunststoff-Fassungen in allen Farben, die durch ihre schnittigen Formen urbane Coolness transportieren. Bei den Kontaktlinsen setzt sich der Trend zu den beliebten Austauschsystemen (Tages-, Wochen- oder Monatslinsen) fort. Auf der anderen Seite schwören viele Kontaktlinsen-Liebhaber weiter auf die konventionellen Hart- und Weichlinsen, die mit größter Perfektion auf das individuelle Auge zugeschnitten werden können. Und auch von den Spitzensportlern sehr geschätzt werden. Das Fernoptik-Geschäft profitiert von der technischen Weiterentwicklung zum sogenannten „Digiscoping“, wo Fernglas/Spektiv und Digitalkamera direkt miteinander verbunden sind.

Mittelfristig ergeben sich für die augenoptische Industrie fast automatisch gute Perspektiven: Aufgrund der demographischen Entwicklung werden nahezu alle Menschen im Alter von etwa Mitte 40 „alterssichtig“ und brauchen eine Brille und/oder Kontaktlinsen. Worunter die Sozialsysteme leiden, ist für die Branche vorteilhaft: Die älter werdende Gesellschaft.

Downloads

Augenoptische Industrie im Überblick
PDF-Datei, 8 Seiten, 427 KB
Mike Bähren
Leiter Betriebs-, Volkswirtschaft und Marktforschung
Fon 0 30 41 40 21-20

Presse

09.07.2010, Straßburg/Berlin
Europäisches Parlament diskutiert die Bedeutung guten Sehens im Straßenverkehr
Europäischer Dachverband der augenoptischen Industrie EUROM 1 fordert die Einführung von professionellen und regelmäßigen Sehtests
02.07.2010, Berlin
Vergrößernde Sehhilfen: Lebensqualität und Adleraugen
Wenn Brille und Kontaktlinsen nicht mehr ausreichen