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Der SPECTARIS-Fachverband Photonik und Präzisionstechnik vertritt Hersteller von Lasern und Optischen Komponenten
Die SPECTARIS-Fachgruppe Analysen-, Bio- und Labortechnik vertritt Hersteller von Laborgeräten

Veranstaltungen

Einstufung von Galliumarsenid nach CLP-Verordnung

Galliumarsenid wurde im Rahmen der CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) von der ECHA als krebserregend und reprotoxisch eingestuft. Diese Verordnung ist Teil des europäischen Chemikalienrechts und unter anderem für die Klassifizierung chemischer Substanzen verantwortlich. Durch die Auswirkungen der CLP-Einstufung auf andere EU-Rechtsbereiche (z.B. REACH und RoHS) könnte eine entsprechende Einstufung als „sehr gefährlich“ mittelfristig zu massiven Beschränkungen von Galliumarsenid in Europa führen.

Seltene Erden

Als Reaktion auf die lieferseitige Verknappung ceroxidhaltiger Poliermittel haben sich Ende 2010 SPECTARIS-Mitglieder in einem Industrieprojekt zusammengefunden. Dort werden auf alternative Substanzen (u.a. Aluminium- und Zirkonoxid) basierende Poliermittel, die teilweise bereits bekannt sind, wegen der guten Eigenschaften und Verfügbarkeit von Ceroxid aber nie benutzt wurden, getestet. Geplant ist weiterhin ein Forschungsprojekt „Alternative Poliermittel“ mit der Fachhochschule Deggendorf. Zudem wurden die Themen Recycling und Einsparung von Ceroxid aufgegriffen. Ceroxid wird als Bestandteil von Poliermitteln für die Politur hochpräziser Optiken benötigt und ist, bedingt durch Exportbeschränkungen des Hauptlieferanten China, derzeit nur unregelmäßig und zu sehr hohen Preisen auf dem Markt verfügbar.

Neufassung der Richtlinie über die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS Recast)

Die in der RoHS niedergelegten Vorschriften zum Umgang mit gefährlichen Stoffen sind prinzipiell sinnvoll, da sie Verbraucher und Umwelt vor Gefahren durch bestimmte chemische Substanzen schützen. Die Neufassung der Richtlinie erweitert dieses Regelwerk jedoch derart, dass ganze Industriezweige in ihrer Existenz bedroht sind – ohne dass ein zusätzlicher Nutzen für Mensch und Umwelt erreicht würde. Insbesondere „optisches Glas“ ist von dieser verschärften Regulierung betroffen.

Optisches Glas ist Kernbestandteil optischer Systeme. Diese Systeme finden in nahezu allen technischen, medizinischen und wissenschaftlichen Bereichen Anwendung. Komponenten aus optischem Glas übernehmen dabei entscheidende Funktionen. Einige der in diesen Gläsern enthaltenen Stoffe sind für die Funktionalität der Produkte, die wiederum für zahlreiche Industrien lebensnotwendig sind, entscheidend – und können definitiv nicht substituiert werden.

SPECTARIS macht sich daher dafür stark, dass

- optische Gläser ohne zeitliche Begrenzung von den RoHS-Regelungen ausgenommen sowie
- keine weiteren Stoffe in die RoHS-Stoffverbotsliste aufgenommen werden.
Einführung in die neue RoHS-Richtlinie
Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2011 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (Neufassung)

Ansprechpartner

Birgit Ladwig
Leiterin Fachverband
Photonik + Präzisionstechnik /
Analysen-, Bio- und Labortechnik
Fon 0 30 41 40 21-31

Presse

Analytica: Analysen-, Bio- und Labortechnik reitet weiter auf Erfolgswelle
17.04.2012, München
Branchenumsatz steigt um acht Prozent auf 6,6 Milliarden Euro – Positive Prognose auch für 2012